Checkliste Gottesdienste

- Einige Bibeltexte gibt es auch in Leichter Sprache und Gebärdensprache. Verwenden Sie doch auch mal diese Textvarianten im Gottesdienst oder weisen Sie auf die Alternativen hin.
- Beauftragen Sie für besondere Gottesdienste oder wenn Bedarf besteht eine*n Gebärdensprachdolmetscher*in. Informationen zur Organisation und Kostenübernahme finden Sie hier.
- Achten Sie auf eine gute Ausleuchtung von Ambo und Altar und eine gute Mikrofonanlage.
- Bitten Sie alle, langsam, laut und deutlich zu sprechen.
- Stellen Sie Möglichkeiten des induktiven Hörens (T-Schleife, Bluetooth) zur Verfügung und machen Sie diese bekannt.
- Legen Sie wichtige Texte auch in Großdruck, Braille und leichter Sprache aus.
- Sprechen Sie im Gottesdienst verschiedene Sinne an, z.B. durch Gebete mit dem Körper, Segnungen mit wohlriechenden Ölen oder szenische Anspiele.
- Achten Sie auf eine verständliche Sprache bei der Predigt.
- Achten Sie darauf, die Vielfalt der Lebenswirklichkeiten in der Predigt zu berücksichtigen.
- Verwenden Sie besonders im Gottesdienst gendergerechte und diskriminierungsfreie Sprache.
- Legen Sie besonderes Augenmerk auf das Gottesbild, dass sie implizit durch Sprache vermitteln. Gott ist nicht männlich und weiß, vermeiden Sie daher einseitige Bilder.
- Geben Sie an, wo gemeinsam gesprochene Texte (z.B. das Glaubensbekenntnis) nachgelesen werden können.
- Berücksichtigen Sie bei direkten Ansprachen die Vielfalt der Menschen. Begrüßen Sie z.B. auch Jugendliche und bitten Sie nur diejenigen aufzustehen, denen dies problemlos möglich ist.
- Lassen Sie gelegentlich auch andere Sprachen in den Gottesdiensten hören oder sehen, z.B. durch einzelne Fürbitten oder Lieder.
- Kommentieren Sie liturgische Handlungen für Menschen, die diese nicht sehen können.
- Stellen Sie glutenfreie Hostien für die Kommunion zur Verfügung.
- Geben Sie genaue Anweisungen zum Ablauf der Kommunion, die auch für blinde Menschen verständlich sind.
- Überlegen Sie, wie Menschen mit Gehbehinderung die Kommunion empfangen können.

- Geben Sie allen Menschen die Möglichkeit, mitzuwirken. Menschen mit Behinderung brauchen dafür vielleicht besondere Dinge (Rampe, mehr Platz im Altarraum, Lesung in Braille-Schrift, Co-Ministrant*in). Erkundigen Sie sich, wie Sie die Person unterstützen können.
- Gebärden Sie kleine Antworten in der Gemeinde gemeinsam (z.B.: „Bitte, Gott, schau auf uns“ als Fürbitt-Ruf).
- Lassen Sie unterschiedliche Menschen ggf. in unterschiedlichen Sprachen zu Wort kommen und bieten Sie so ein vielfältiges Glaubenszeugnis.
- Achten Sie auf eine Atmosphäre der Toleranz, in der sich auch Familien mit kleinen Kindern oder Kinder mit Behinderung wohl fühlen.
- Lassen Sie auch zweifelnde Menschen Raum und Möglichkeit zur Mitwirkung.
- Stellen Sie allen Liedtexte zur Verfügung, auch in Großdruck/ über die Leinwand oder ggf. in Braille.
- Kündigen Sie Lieder immer über das 2-Sinnes-Prinzip an (Liedanzeige und sprachlich) und nennen Sie auch den Titel des Liedes für diejenigen, die auswendig singen.
- Wählen Sie auch bekannte und einfache Liedverse aus, die vorgesungen werden. Einfache Lieder sind nicht gleichbedeutend mit Kinderliedern.
- Wählen Sie auch Lieder mit Gebärden und Bewegungen aus und laden Sie alle ein, mitzumachen.
- Lieder kann man auch gebärden – laden Sie doch auch mal einen Gebärdenchor ein!
- Stellen sie den Gebärdensprachdolmetscher*innen auch die Liedtexte vorab zur Verfügung.
- Achten Sie darauf, dass Menschen unterschiedliche Musik mögen. Fragen Sie z.B. auch junge Menschen, welche Musik sie im Gottesdienst gerne singen oder hören.
- Lesen Sie (gerade auch klassische) Liedtexte kritisch gegen. Können Sie den Inhalten zustimmen? Werden keine Begriffe verwendet, die wir heute als diskriminierend empfinden?

Gotteslob in Großdruck und extra Großdruck
Das Gotteslob als gebundene Ausgabe für die Erzdiözese Freiburg mit gemeinsamen Eigenteil mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist im Referat Inklusion-Generationen auch als Großdruck und extra Großdruck ausleihbar.
Die Ausgabe als extra Großdruck eignet sich auch für Gebärdensprachdolmetschende beim Dolmetschen von Liedern bei liturgischen Feiern.
Die Ausgabe als extra Großdruck eignet sich auch für Gebärdensprachdolmetschende beim Dolmetschen von Liedern bei liturgischen Feiern.

Gemeinsam bunt - Leichtes Gotteslob
Das LeiGolo erscheint im Robert Haas Musikverlag in Kooperation mit dem Referat Seelsorge für Menschen mit Behinderungen im Bistum Limburg, dem Referat Seelsorge für Menschen mit Behinderungen im Bistum Münster und dem Referat Musik und Jugendkultur im Bistum Münster.
Die Lieder im LeiGolo sind für viele Situationen geeignet. Die Lieder sind gut im Gottesdienst. Sie sind gut für andere Gelegenheiten. Beim Gottesdienst sind Musik und Lieder ganz wichtig. Es ist schön, wenn viele Menschen mitsingen und mitmachen. Das LeiGolo soll dabei helfen. Für das LeiGolo haben wir über 200 Lieder ausgesucht. Im Liederbuch gibt es Tipps: So kann man leicht zusammen singen! Die Tipps stehen hinten im Buch. Mit Musik geht vieles besser!
Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier.
Das LeiGolo kann beim Referat Inklusion-Generationen oder der Mediathek Freiburg ausgeliehen werden.
