Veranstaltungen
Alles hat seine Zeit
Mi. 27.10.2010
"Theologie vom versehrten Menschen"
Mi. 17.11.2010
Gottesbilder
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Das Feuerherz
Christliche Gedichte und Gebete
von Jürgen Heider.
Zu beziehen für 5 € über
Jürgen Heider, Edith-Stein-Straße 7,
79110 Freiburg, heider_j@web.de
Integrative Sommerfreizeit
für körperbehinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche
Termin: 11.08.2010- 21.08.2010
Beitrag: 295€ –
Alter: 8-12 Jahre bzw. 13-18 Jahre
www.intakt-Baden.de
Gottesbilder
Ein Projekt über Schularten hinweg
Eine Gruppe von 20 Schülern/innen aus der Esther Weber Schule, der Eduard Spranger Schule in Emmendingen-Wasser und der Heimschule St. Landolin in Ettenheim verbrachten gemeinsam eine Woche in dem ehemaligen Fischerdorf Tolo in Griechenland. Schüler/innen aus Sonderschulen und Schüler/innen aus einem Gymnasium also . Die Begleitpersonen Dieter Müller-Reimann, Genofeva Frysch, Claudia Gaßner und Katja Lilienthal wollten ausprobieren, was Inklusion für eine gemeinsame Veranstaltung mit Jugendlichen unterschiedlicher Schularten zu dem Thema „Gottesbilder" heißen könnte. Inklusion meint ja, dass Menschen mit und ohne Behinderung immer schon selbstverständlich dazu gehören; dass es normal ist, verschieden zu sein, dass es natürlich auch darauf ankommt, die Bedingungen und die notwendige Unterstützung für den Einzelnen in den Blick zu nehmen. Damit ein solches Projekt gelingen kann, gilt es den Blick zu schärfen für den anderen.
Dies war der Gruppe schnell klar. Es war anfangs gar nicht so einfach, den anderen zu verstehen. Man musste sich z.B. gut konzentrieren, damit man nachvollziehen konnte, was der andere sagen wollte. Je mehr man sich in der Gruppe kennen lernte, desto mehr erfuhr man von den Stärken des anderen, aber auch wo der andere Unterstützung braucht.
Die Gruppe beschäftigte sich mit den Fragen: Welche Bedeutung hat Gott für mich? Wie stelle ich mir meine Zukunft vor? Dazu hatte jeder ein Symbol mit auf die Reise genommen, das in seinem persönlichen Glauben eine wichtige Rolle spielt. Und plötzlich war die Kommunikation über Sprache gar nicht mehr so vorrangig, sondern die Symbole drückten viel mehr aus als Worte.
Um die Menschen in Griechenland näher kennen zu lernen, besuchten wir einen griechisch-orthodoxen Gottesdienst, ein Kloster und eine Schule. Und wir stellten den Menschen genau diese Fragen, die auch wir uns stellten: Welche Rolle spielt Gott in unserem Leben? Bezeichnend war, dass es dazu keine fertigen Antworten gab, dass jeder einen unterschiedlichen Zugang hatte, dass die Traditionen in Griechenland und in Deutschland jedoch sehr verschieden sind. Ein religiöses Ritual, das wir kennen gelernt haben war z. B. dass jeder, der eine griechische Kirche betritt zwei Kerzen anzündet: eine für alle Lebenden und eine für die Verstorbenen, die einem wichtig sind.
Anhand dieser Erfahrungen, aber auch durch Erfahrungen mit Licht, Wasser und Wind, verbunden mit Aussagen über Gott aus der Bibel merkten wir im Laufe der Tage wie viele "Gesichter" Gott haben kann. An einem Tag standen wir morgens gegen 6.oo Uhr in der Frühe auf und gingen zum Strand. Wir wollten den Sonnenaufgang erleben und über die Sonne und das Licht als Symbol für Gott nachdenken. So kristallisierten sich unsere unterschiedlichen Gottesbilder heraus. Bilder in unseren Köpfen und Herzen, aber auch Bilder mit Farbe und Pinsel.
Die Tage in Griechenland waren wunderschön. Wir lernten einander ernst zu nehmen, wir hatten viel Spaß miteinander und wir sind in den Fragen, die uns beschäftigen, ein ganzes Stück weiter gekommen.

